7 Antworten

  1. Was ist wenn es in meinem Team noch keine Feedbackkultur gibt zw den Mitarbeitern und zw Mitarbeitern und der Führung? Wie kann man das initiieren? Und wie oft sollte man sich Feedback geben, wenn man sich nicht an Projektlaufzeiten orientieren kann, sondern eher jeder seine Aufgaben für sich abarbeitet?

    1. Liebe Christine, danke für deinen Kommentar und diese sehr gute Frage. Feedback ist sehr individuell und es gibt nicht den einen richtigen Weg. Das ist erstmal keine sehr befriedigende Antwort (weiß ich 🤗) – lässt aber viel Raum. Ein paar konkrete Gedanken bzw. Ideen dazu für dich:

      – (Feedback-)Kultur entsteht durch das, was wir im Alltag leben. Wie wäre es, wenn du (mit dem 3 Schritt, den wir im ersten Online-Seminar durchgegangen sind), regelmäßig kleine Mini-Feedback-Sessions mit Menschen initiierst, mit denen du ohnehin regelmäßige 1-zu-1-Termine hast. Eine Idee könnte, erstmal behutsam mit einem sehr wertschätzenden, wohltuenden Thema zu beginnen. Zum Beispiel Feedback zu Stärken, die du siehst. Du könntest der Person das anbieten: „Ich hab heute mal eine unkonventionelle Bitte / Frage. Ich würde dir gerne Feedback zu einer (fachlichen oder zwischenmenschlichen) Stärke geben, die mir aufgefallen ist. Wärest du dafür offen und hättest du Lust, dir am Ende unseres Termins dafür noch fünf bis zehn Minuten mit mir zu nehmen?“ –> Meine Erfahrung zeigt, dass das eine sehr schöne verbindende Übung sein kann.
      – Am Ende dieser Mini-Session kann auch deine Einladung oder Bitte stehen, um die Person dir auch das Geschenk eines Feedbacks machen würde. Vielleicht das nächste Mal, wenn ihr sprecht.
      – Feedback ist ein Dialog. Und kann deswegen auch Teil von Dialogen werden, die ihr ohnehin werdet. Sprich, sich auch einfach in das tägliche Geschäft einbauen lassen. Wichtig ist, vorher zu fragen, ob die Person offen dafür ist.
      – Achtsamkeit für Feedback ist eine Grundvoraussetzung für (a) wertschätzendes Feedback auf zwischenmenschlicher Augenhöhe (auch wenn es fachlich vielleicht eine Hierarchie gibt) und (b) das Stattfinden von Feedback – wenn du es auf dem Radar hast, ist das ein ganz wertvolles Element.
      – Durch das Vorleben und positive Erleben auf Grund deiner Initiative könnte Feedback zu zum Thema werden. Das darf vielleicht ein kleiner Startschuss für das Thema sein.
      – Professionelle Begleitung fürs Team, z.B. durch eine*n externe*n Trainer*in, um kollektiv zu lernen, was es bedeutet, wertschätzend Feedback zu geben, ist natürlich eine ganz wertvolle Maßnahme, auch um Feedbackprozesse in ihrer Einführung im Team begleitet zu wissen. Ich weiß, dass nicht jede Organisation dafür innerlich bereit ist, bzw. auch finanzielle Mittel bereitstellen kann oder möchte.

      Hilft dir das etwas weiter?
      Viele liebe Grüße
      Vera

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